Es gibt in der Natur Pflanzen, deren Namen schon seit Urzeiten bekannt sind. Um das Beste aus der Natur zu gewinnen, tauschen die Menschen ihre Erfahrungen aus und geben ihr Wissen an uns weiter. Zu diesen Pflanzen, die der menschlichen Gesundheit zuträglich sind, gehört auch Calendula Officinalis und sein Amtskollege Calendula arvensis. Pflanze, aus der unser Ringelblumen-Ölauszug gewonnen wird.
Diese mehrjährige krautige Pflanze wird zu therapeutischen Zwecken verwendet und weckt aufgrund ihrer zahlreichen positiven Eigenschaften das Interesse der Medizin. Wenn Sie in den ersten Frühlingstagen im Mittelmeerraum spazieren gehen, werden Sie sie sicherlich entdecken. Unsere Pflanze präsentiert sich in Form eines schlanken Stiels, an dessen Spitze sich farbenfrohe, gelb-orangefarbene Blütenblätter befinden, die einen lebendigen Eindruck machen. Folgen Sie also ihren Konturen und entdecken Sie die wohltuende Wirkung des Calendula-Ölmazerats – eine Wohltat für Ihre Gesichts- und Körperpflege.
Die therapeutischen Eigenschaften der Ringelblume
Unser öliges Ringelblumen-Mazerat ist speziell für die Anwendung im Gesicht bestimmt. Alle Informationen zu seinem Wirkstoff finden Sie im Mittelpunkt dieser Darstellung.
Bekannte erste Ansätze zu seiner Verwendung
Bereits im 12. Jahrhundert wurde die Ringelblume als natürliches Mittel gegen Kopfhautpilz erkannt. Ebenso weckte sie Interesse als Heilmittel für verletzte und geschädigte Haut. Bei Insektenstichen oder Schlangenbissen erweist sich die Ringelblume als wirksam. Sie enthält Wirkstoffe, die Schmerzen lindern und Hautverletzungen heilen können. Mit denselben Wirkungen findet sie auch in Heilmitteln zur Behandlung von Verdauungsstörungen des Darms Anwendung. Als Augentropfen wurde sie zur Behandlung bestimmter Augenverletzungen eingesetzt. Ihr Anbau wurde übrigens in den königlichen Ländereien Karls des Großen gefördert und empfohlen.
In der traditionellen Medizin wird das Heilmittel aus frischen oder erst kürzlich getrockneten Blättern gewonnen. In Form eines Aufgusses entfalten die Blüten ihre heilende Wirkung und werden so eingenommen.
Beschreibung der Bestandteile
Die Ringelblume besteht aus ätherischen Ölen, also pflanzlichen Ölen. Diese Öle sind charakteristisch für duftende Pflanzen und stellen eine hochkonzentrierte, wasserabweisende Flüssigkeit dar. Sie enthält außerdem Flavonoide, die vielfältige und unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Zu den Eigenschaften der Flavonoide zählen insbesondere antibakterielle, antioxidative, entzündungshemmende, antiallergische, thrombozytenaggregationshemmende und antivirale Wirkungen. Darüber hinaus enthält die Pflanze Terpene, die zu einer spezifischen Klasse von Kohlenwasserstoffen gehören. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie von Pflanzen gebildet werden. Man spricht dabei von Carotinoiden. In den farbigen Blütenblättern sind 19 dieser Carotinoide vorhanden. Zehn davon kommen in den orangefarbenen Blüten vor. Außerdem lässt sich Salicylsäure als aromatische organische Verbindung der Pflanze nachweisen. Aus dieser Säure wird übrigens die antiseptische Wirkung gewonnen, die zur Bekämpfung von Fieber beiträgt. Diese Säure entfaltet zudem eine schmerzlindernde und beruhigende Wirkung auf den Organismus.
Das Ölauszug aus Ringelblumen in der Dermatologie
Das Ölmazerat aus Ringelblumen wird in der Dermatologie zur Behandlung von Akne, Warzen und Hyperhidrose eingesetzt. Dank seiner beruhigenden Wirkung eignet es sich zur Behandlung von gereizter Haut sowie von gutartigen Hautveränderungen. Sie können es daher ergänzend zu einem Pflege mit Aktivkohle um Ihr Gesicht zu verschönern. Seine feuchtigkeitsspendende Wirkung belebt die empfindliche Haut von Babys und Kleinkindern. Bei Babys wird es auch verwendet, um kurz nach der Geburt die Krusten am Kopf zu lösen. Das Ringelblumenmazerat wirkt auch nach einem Sonnenbrand, wenn die Haut regeneriert werden muss. Nach starker Kälte, wenn die Lippen rissig werden, verhilft das Öl ihnen zu neuer Vitalität. Es reinigt die Hautoberfläche von Schadstoffen und unterstützt so die Wundheilung. Darüber hinaus verhindert seine reinigende Wirkung, dass Staphylococcus aureus in die Haut eindringt.
Auch andere Hautbeschwerden lassen sich mit Ringelblume behandeln. Hautprobleme wie Ekzeme, Psoriasis, Furunkel, Pilzinfektionen und Geschwüre werden durch ihre Wirkung gelindert.
Außerdem werden ihm eine ödemhemmende und eine antimykotische Wirkung zugeschrieben. Möglicherweise könnte es auch als Mittel gegen Juckreiz, als Immunstimulans und als Stimulans der Granulationsbildung wirken.
Aussagen über Calendula
Die Gesundheitsbehörden erkennen die dermatologischen Wirkungen der Ringelblume an. So stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sie wie folgt ein: ;
»Zur äußerlichen Behandlung von oberflächlichen Wunden, leichten Entzündungen der Haut und der Mundschleimhaut, Verletzungen und venösen Geschwüren.»
In einem anderen Zusammenhang erklärte sie außerdem:
»Die Ringelblume gehört zur gleichen Familie wie die Arnika und hat regenerierende und schützende Eigenschaften. Sie enthält Antioxidantien und regt die Zellerneuerung an.»
Das Ringelblumen-Ölmazerat ist ausschließlich für schwangere oder stillende Frauen sowie für Kinder unter 6 Monaten kontraindiziert.
Etymologie des Wortes
Die Ringelblume wird manchmal auch unter dem umgangssprachlichen Namen Sorge oder von Ringelblume. Diese Bezeichnung hat nichts mit dem uns bekannten Wort zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine Entlehnung aus dem Lateinischen. Im Lateinischen bedeutet »solsequia» nämlich »der der Sonne folgt».
Der Name „Calendula“ soll seinerseits von der römischen „Calenda“ stammen, also dem ersten Tag des Monats. Dieser Name wurde offenbar gewählt, weil sich die Blütenköpfe der Pflanze je nach Sonnenstand öffnen und schließen.
In Botanik
Die Calendula officinalis, mit dem wissenschaftlichen Namen gehört zur Ordnung der Asterales und zur Familie der Asteraceae. Diese essbare Pflanze verströmt einen kräftigen, aromatischen Duft, hat aber dennoch einen bitteren Geschmack. Sie ist mit wechselständigen, länglichen und sitzenden Blättern geschmückt. Ihre Blüten blühen das ganze Jahr über. Ihre Wuchshöhe variiert je nach Sorte und liegt somit in einem Bereich von 40 bis 70 Zentimetern. Ihre Lebensdauer ist kurz, doch sie sät sich leicht aus, insbesondere aufgrund ihrer Kälteresistenz. Man findet diese Pflanze auf Feldern oder in privaten Gärten, wo sie nicht gezielt angebaut wurde. Wird sie angebaut, geschieht dies als einjährige Pflanze. Ihre Blütezeit beginnt im frühen Frühling, und ihre Blüten werden im Sommer für die Phytotherapie geerntet.
Diese Pflanze wird außerdem zur Herstellung von Farbstoffen verwendet. Die aus ihren Blüten gewonnenen Pigmente werden zudem in Form eines Suds zum Einfärben von Butter verwendet.

