Die Guanabana: eine tropische Frucht mit außergewöhnlichen Eigenschaften

Die Guanabana stammt von den Hängen des Amazonas und der tropischen Anden und ist eine tropische Frucht aus Peru und Kolumbien wie die’Kakaoöl.

Auch Corossol genannt, hat sich ihr Anbau an das feuchte Klima der Karibik, Westafrikas und Indonesiens angepasst. Heute stellen wir sie Ihnen unter verschiedenen Aspekten vor. Denn die Frucht des Korossolbaums ist in Europa noch viel zu unbekannt.

Corossol: Zusammensetzung und Geschmack einer außergewöhnlichen Frucht

Die Frucht des Korossolenbaums ist derzeit in allen tropischen Gebieten der Welt zu finden. Zwar wurde die Guanabana von den Holländern von der Insel Curacao aus Kolumbien nach Europa gebracht. Später brachten sie sie im Zuge der Kolonialisierung nach Indonesien. Diese große, stachelige, grüne Frucht mit ihrem köstlichen Saft wird vor allem als Eis oder Saft verzehrt. In Frankreich ist es nämlich schwierig, sie zu einem guten Preis zu bekommen. 

Wenn Sie hingegen das Glück haben, nach Madrid, Barcelona oder Miami zu reisen, wird der Milchshake oder Guanabana-Saft regelmäßig in den Eisdielen der lateinamerikanischen Viertel serviert.

Geschmacklich gesehen hat das Fruchtfleisch der Korossol-Pflanze einen Hauch von Erdbeere mit einem leicht zitronigen Geschmack. Es ähnelt dem Geschmack von Harlekin-Bonbons, wobei es sich natürlich um einen ganz natürlichen Geschmack handelt. Die Frucht kann bis zu 40 cm lang werden.

Guanabana wird seit jeher von den indigenen Völkern als natürliches Medikament anerkannt. Im Gegensatz dazu hat der Verkauf von Graviola-Pillen (Extrakt aus der Frucht) wirklich nicht die gleichen Eigenschaften wie das Herz der Frucht.

Guanabana: die ultimative Anti-Krebs-Frucht

Die Vorteile der Guanabana sind nämlich in ihrem Fruchtfleisch zu suchen und nicht in Pillenform.

Diese Frucht aus dem Amazonasgebiet ist sehr reich an Vitamin C und Antioxidantien und sollte nach dem Schneiden oder Pürieren sofort verzehrt werden, da sonst alle Nährstoffe verloren gehen.

Diese köstliche Frucht wird in Peru als die beste natürliche Chemotherapie der Welt anerkannt. Der Verzehr ist jedoch wirksam gegen die Vermehrung von Krebszellen, wenn er kontinuierlich erfolgt. Sie wirkt auf die gleiche Weise wie Nigella-Samen durch Stärkung der Immunologie, ohne dass eine vollständige Heilung diagnostiziert werden kann.

Das heißt, Guanabana hat eine vorbeugende und keine heilende Wirkung, die von Graviola-Pillenhändlern gerne übertrieben wird. Dennoch soll dieser Rohstoff aus dem Amazonasgebiet immerhin positive Ergebnisse bei der Verlangsamung der Auswirkungen bestimmter Krebserkrankungen (Brust, Prostata, Lunge und Dickdarm) aufweisen.

In Europa sollte sich die pharmazeutische Forschung dafür interessieren. Allerdings sind wir weit von den traditionellen Säften entfernt, die in den Straßen von Cali oder Medellín für ein paar Pesos zu haben sind. Die Guanabana ist in Frankreich eine zu teure Frucht, da ein Kilo etwa 17 Euro kostet. Bei diesem Preis lohnt sich die Suche also sicher nicht.

In der Kultur der amerikanischen Ureinwohner und der Karibik sind die Guanabana-Blätter ebenso interessant. Als Tee verwendet, sollen sie entzündungshemmend wirken und Angstzustände und Depressionen lindern.

Korossolblätter und Parkinson-Krankheit

Wir haben gerade erst behauptet, dass die Blätter des Korrosolbaums eine beruhigende Wirkung haben sollen. In Martinique und Guadeloupe sollen kausale Zusammenhänge mit der Parkinson-Krankheit festgestellt worden sein. Dies entspräche einem übermäßigen Verzehr der Frucht und der Blätter.

Guanabana wird seit der frühen Kindheit regelmäßig konsumiert und Studien belegen, dass es zu einer schwereren Form von Parkinsonismus führen kann. In der Tat wären Gleichgewichtsstörungen, Stürze sowie die Resistenz gegen Medikamente stärker ausgeprägt.

Dies zeigt, dass die Übertreibung beim Konsum unvernünftig wird. Forscher haben ’Annonacin« als Verantwortlichen identifiziert». Diese Substanz, die in Guanabana und Rinderherz vorkommt, soll bei zu hohem Konsum zu Hirnschäden führen. Genau die gleichen Auswirkungen wie bei Landwirten, die häufig der Toxizität von Pestiziden ausgesetzt sind.

Um diese Problematik zu beleuchten, hat das Universitätsklinikum Pointe à Pitre Abimes auf Guadeloupe die Einrichtung eines Parkinson-Expertenzentrums beschlossen.