Bestimmte milchbildende Lebensmittel fördern die Produktion von Muttermilch. Tatsächlich sind es vor allem die darin enthaltenen Nährstoffe, die den Milchfluss anregen. Alle Kulturen der Welt haben ihre eigenen Hausrezepte zur Förderung der Milchbildung. Es zeigt sich jedoch, dass bei bestimmten milchbildenden Lebensmitteln eine gewisse Übereinstimmung und Einigkeit herrscht.
Muttermilch wird als «weißes Blut» bezeichnet. Denn ihre Bildung ist das Ergebnis eines Destillationsprozesses im Blut. Es ist genau das Prolaktin, das die Milchbildung auslöst. Es zirkuliert im Blut und entzieht diesem die wesentlichen Bestandteile zur Produktion der Muttermilch, die über Milchgänge in die Brüste gelangt. Da sie Eisen und Kalzium liefern, sind galaktogene Lebensmittel, die reich an diesen Stoffen sind, vorteilhaft für das Stillen. Daher werden wir im Folgenden insbesondere diese Lebensmittel nennen.
Sie sollten wissen, dass das Stillen für den Säugling von Vorteil ist. Es stärkt die Antikörper des Neugeborenen und sorgt für Gesundheit und Immunität in der Zukunft. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt übrigens, das Kind zwei Jahre lang zu stillen.
Wasser: das milchbildende Getränk schlechthin
Auch wenn es nicht auf der Liste der milchbildenden Lebensmittel steht, ist dieses Getränk während der Stillzeit unverzichtbar. Vor allem deshalb, weil 87% der Muttermilch aus Wasser besteht. Übrigens werden Ihnen manche Kinderärzte sicherlich bestimmte kalziumreichere Wässer wie Mont Roucous empfehlen. Eine stillende Mutter benötigt deutlich mehr Wasser als normalerweise oder während der Schwangerschaft. Während der Stillzeit sollte die Wasseraufnahme bei etwa 2,5 Litern pro Tag liegen. Dieser Bedarf äußert sich in einem stärkeren Durstgefühl und dem Bedürfnis, das Kind zu versorgen. Wenn Sie Wasser nicht besonders mögen, können Sie Ihren Flüssigkeitsbedarf auch durch bestimmte Obst- und Gemüsesorten decken.
Im Sommer gibt es einige, Smoothies sind besonders wirksam, um der Hitze entgegenzuwirken und den Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten.
Fenchel: ein zeitloser Klassiker beim Stillen
Diese mediterrane Pflanze zählt zu den wirksamsten milchbildenden Lebensmitteln überhaupt. Fenchel ist reich an Ballaststoffen, Kalzium und Vitamin C und hat somit alles, was das Herz begehrt. Er regt die Produktion von Östrogen und Prolaktin im Blut an. Daher ist er besonders wertvoll für den Milcheinschuss. Vor allem die Samen sind dabei von Interesse. Sie werden zu diesem Zweck auch häufig als Kräutertee verwendet. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie ihn in der Küche einsetzen können, probieren Sie doch einmal die folgenden Rezepte aus:
- Fenchel mit Curry
- Hähnchen-Tajine mit Fenchel.
Bockshornklee: ein laktationsförderndes Nahrungsmittel
Eine kleine Warnung: Diese Zutat sollte während der Schwangerschaft auf keinen Fall verzehrt werden. Was hingegen die Zeit nach der Geburt betrifft, gönnen Sie sich ruhig etwas – dieser Samen ist genau das Richtige für Sie. Da sie einen bitteren Geschmack hat, muss sie dennoch in Wasser eingeweicht werden. Wenn Sie mehr über ihre Zusammensetzung erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen, einen Blick auf unsere Bockshornklee-Kapseln. Eine kurze, dreiwöchige Kur, um das Stillen richtig in Gang zu bringen.
Gerste und Hafer: zwei besonders beliebte Getreidesorten
Reich an Eisen, Proteinen, Vitaminen und Spurenelementen – hier handelt es sich um zwei Vollkorngetreidesorten, die hervorragend für die Gesundheit sind. Und was die Milchbildung angeht, könnten Sie keine bessere Wahl treffen. Diese beiden milchbildenden Lebensmittel sollten daher schon zum Frühstück ihren Zweck erfüllen. Wenn Sie Overnight-Porridge mögen, lassen sich diese Getreidesorten ganz einfach in Ihr Rezept integrieren. Sie müssen lediglich die pflanzliche Milch mit einer dieser beiden Getreidesorten bestreuen – und schon ist es fertig. Anschließend könnt ihr das Ganze ganz nach Belieben mit frischen Früchten und Trockenobst garnieren.
Gerste und Hafer zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein Hormon absondern, das sich sehr positiv auf die Milchbildung auswirkt: Oxytocin. Dieses Hormon regt direkt die Gebärmutter sowie die Brustdrüsen an, wodurch die Produktion von Muttermilch angeregt wird.
Kreuzkümmel: ein unglaubliches Gewürz zur Förderung der Milchbildung
Dieses Mittel zählt zu den in Indien und Südostasien anerkannten traditionellen Heilmitteln. Die Vorteile von Kurkuma Auch Ingwer und Kreuzkümmel spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Jedes dieser Gewürze enthält seine eigenen Wirkstoffe. Immer wieder taucht jedoch Eisen als unverzichtbarer Nährstoff für die Stillzeit auf. Kreuzkümmel kann dabei helfen, den Menstruationszyklus zu regulieren. Er ist zudem eine wertvolle Hilfe bei der Bekämpfung von Anämie.
Samen und Ölsaaten: ein Wunder der Natur für Babys
Hier hat uns die Natur verwöhnt, und die Auswahl ist riesig: Mandel, Haselnüsse, Sesam, Paranüsse. All diese Nüsse sind reich an Mineralstoffen, Vitaminen, Proteinen und vor allem an hochwertigen Fetten, die die Milchbildung fördern.
In diesem Zusammenhang gehört grüner Anis zu den wichtigsten milchbildenden Lebensmitteln. Er hat nämlich die Fähigkeit, die Östrogenproduktion zu steigern. Dabei handelt es sich um weibliche Hormone, die sich positiv auf die Brustdrüsen und die Libido auswirken.
Schließlich hat auch die Tigernuss oder Erdmandel beeindruckende positive Auswirkungen auf die Milchbildung. In Spanien, genauer gesagt in der Region Valencia, die’Horchota de chufa freut sich großer Beliebtheit, wenn es um die Stillzeit geht. Es ist sozusagen das regionale Getränk für diesen Anlass. In Frankreich könnte man es mit «Tigernussmilch» übersetzen. Die Horchata de chufa ist süß und sehr angenehm im Geschmack und steckt voller gesundheitlicher Vorteile.
Es ist reich an Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen sowie Vitamin C und E und somit ein idealer Verbündeter, wenn man hofft, das Stillen bis zum zweiten Lebensjahr des Babys aufrechtzuerhalten.
Spirulina: ein bemerkenswertes Nahrungsergänzungsmittel
Auch wenn es sich nicht um ein Lebensmittel im eigentlichen Sinne handelt, kann man es dennoch der Kategorie der milchbildenden Nahrungsmittel zuordnen. In Europa ist es seit den 1970er Jahren bekannt; im Aztekenreich sowie im Tschad wurde es im zweiten Jahrtausend jahrhundertelang in großem Umfang verzehrt. Diese Cyanobakterie, die fälschlicherweise als Alge angesehen wird, enthält praktisch alle für den Körper notwendigen Vitamine. Aber auch die folgenden Spurenelemente: Kalzium, Phosphor, Mangan, Eisen, Magnesium, Zink, Kupfer, Kalium, Chrom und Selen.
In diesem Sinne wird Maca aus Peru seit Jahrhunderten zur Verbesserung der Qualität der Muttermilch konsumiert. Darüber hinaus sorgen diese beiden Inhaltsstoffe für einen Energieschub und wirken Ermüdungszuständen entgegen.
Die Rübe: eine fantastische rote Knolle
Weniger bekannt unter diesem Gesichtspunkt, spielt die Rote Bete auch im Bereich der milchbildenden Lebensmittel eine Rolle. Sie eignet sich ideal zur Stärkung und Anreicherung des Blutes. Da sie sehr reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Kohlenhydraten ist, stellt sie eine hervorragende Energiequelle dar. Allerdings kann dieses Lebensmittel während der Stillzeit, genau wie Spinat, die Farbe des Stuhlgangs des Säuglings verändern. Keine Panik! Diese Reaktion ist völlig normal und unbedenklich.
Fisch: eine Quelle für Provitamin A
Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet ist diese Frucht besonders interessant. Damit bei der Mutter kein Mangel an Beta-Carotin und Vitamin A entsteht, muss sie bestimmte pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen. Der Pfirsich hat den Vorteil, dass er sehr viel Flüssigkeit liefert und gleichzeitig diesen wichtigen Bedarf deckt. Denn während der Stillzeit ist der Bedarf besonders hoch und muss verdoppelt werden. Vitamin A sorgt für die Zellerneuerung beim Baby sowie für das Knochenwachstum.
Welche Verhaltensweisen sollten angepasst werden, um die Muttermilchproduktion langfristig aufrechtzuerhalten? ?
Nachdem sie eine Liste mit milchbildenden Lebensmitteln zusammengestellt hat, muss die Mutter natürlich auch ihre Anstrengungen verdoppeln, um so lange wie möglich weiterzustillen.
Hier sind einige Empfehlungen zu den Verhaltensweisen, die Sie beachten sollten:
- Sich genug ausruhen weiter
- Stress vermeiden und die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach Möglichkeit hinauszögern
- Wechseln Sie die Brüste ab, sobald eine leer ist, um den Milchfluss anzuregen
- Sich gesund ernähren und so oft wie möglich Flüssigkeit zu sich nehmen
- Nicht direkt wieder schwanger werden
- Auf bestimmte Medikamente verzichten.
Hinzu kommen auch die Beziehungen, die der Säugling zur Mutter in Bezug auf das Saugen und das Einschlafen unterhält.

