Einige beliebte Dattelsorten in Frankreich

Die Welt der Landwirtschaft ist reich an Vorteilen und Vorzügen aller Art. Diese Welt entfaltet sich vor unseren Augen in Form zahlreicher Obstplantagen und vielfältiger landwirtschaftlicher Flächen. Es ist eine Tatsache, dass diese edle Tätigkeit die Grundlage jeder Gesellschaft bildet. Tatsächlich widmete sich bis vor nicht allzu langer Zeit noch die Mehrheit der Bevölkerung dieser Tätigkeit, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Mit dem Einzug des Industriezeitalters, das sich auf die gesamte Landwirtschaft ausweitete, fiel dieses überlieferte Wissen in die Hände einer Minderheit. 

Dennoch gibt es einen Baum, dessen Bedeutung über die Jahrhunderte hinweg Bestand zu haben scheint. In den Händen eines Volkes, das ihn liebt, ist die Dattelpalme jener wunderschöne Baum, der mitten in der Wüste thront. Der Dattelpalmenanbau ist eine jahrtausendealte Tradition. Sie gilt sogar als die erste bekannte Form des Sammelns. Mit ihren anmutigen Kronen hat unsere prestigeträchtige Palme Generationen im Nahen Osten, im Orient und im Maghreb ernährt. Wenden wir uns also diesem großzügigen Baum zu, um eine der prestigeträchtigsten Dattelsorten zu entdecken.


Der goldene Finger oder Deglet Nour

Diese Bezeichnung soll von den Arabern stammen, die den Tigris «Deglet» nannten. Das bedeutet so viel wie «Finger». Die berühmte Dattelsorte aus der großen Sahara, die von Natur aus länglich ist, verdankt ihren Namen also ihrer anatomischen Form. Ihr charakteristisches leuchtendes Aussehen »nour» rührt von ihrem Glanz und ihrer Durchsichtigkeit her. Bemerkenswert ist, dass man bei Lichteinfall ihren Kern erkennen kann. 

Der älteste bekannte Ursprung dieser Dattelsorte liegt Quellen zufolge in der Umgebung von Biskra in Algerien. Dort wächst sie in der sogenannten Tolga-Oase. Geografisch gesehen findet man die Deglet Nour in Algerien, insbesondere in den Regionen Zibans, Souf und Oued Righ. Außerdem gibt es Palmenhaine in Deglet Nour in der Wilaya Ouargla in der Region Touggourt. Diese Dattelsorte wird noch immer in der unteren Sahara angebaut. 

Algerien ist der weltweit größte Produzent dieser Sorte. Um die Bedeutung seiner Sorten zu verdeutlichen: Das Land verfügt über rund 18 Millionen Dattelpalmen.

In Tunesien kommt sie in den Regionen Jérid und Nefzaoua vor. Übrigens ist die aus den Früchten gewonnene Dattelpaste sehr beliebt in tunesisches Gebäck.

Die Deglet Nour wird von der lokalen Bevölkerung und im Ausland wegen ihrer Zartheit und ihrer dünnen Haut sehr geschätzt. Frisch ist die Deglet Nour enthält 70 % Wasser. Sie wird in großem Umfang ins Ausland exportiert; im Jahr 2009 soll Algerien 240.000 Tonnen davon exportiert haben. Diese Dattelsorte ist in Frankreich dank der Vielzahl von Unternehmen, die sich auf den Import und Export zwischen den beiden Seiten des Mittelmeers spezialisiert haben, sehr leicht zu finden. 

Die Dattelsorte Medjoul

Eine weitere berühmte Dattel ist die Medjoul. Diese Dattelsorte ist zugleich die teuerste auf dem Markt. Sie wird auch als »Königin der Datteln» bezeichnet. Sie werden sie sicherlich finden, wenn Sie an einer maghrebinischen Hochzeitsfeier teilnehmen. Derzeit ist sie besonders in Dubai beliebt, wo sie die Bevölkerung offenbar mit ihrer cremigen Konsistenz überzeugt hat. Diese Dattel, die durch ihren außergewöhnlichen Geschmack überrascht, stammt ursprünglich aus Marokko. Ihr Ursprungsgebiet ist die Region Errachidia. Man findet sie auch in der Oase Tafilalet im Südosten des marokkanischen Landes. Im Vergleich zu anderen Datteln ist sie groß und hat eine runde oder ovale Form. Sie zeichnet sich durch ihre orange-braune bis dunkelbraune Farbe aus. Manche gehen sogar so weit, ihren Geschmack als honigartig oder sogar wie Kastanienkonfitüre zu beschreiben. 

Die Dattelsorte Médjoul wurde 1927 in den Vereinigten Staaten von einem amerikanischen Landwirt eingeführt. Dieser hatte damals Marokko durchstreift, um eine Dattelsorte zu finden, die sich für den Anbau in Kalifornien eignete. Da dieses Projekt seitdem sehr erfolgreich verlaufen ist, ist die Dattel Médjoul Der amerikanische Markt steht heute in direkter Konkurrenz zum marokkanischen und israelischen Markt.

Außerdem gibt es dort Dattelpalmenhaine Médjoul im Westjordanland und in Mexiko.

La Bahri

Die Dattelsorte Bahri wird in Saudi-Arabien angebaut, unter anderem in der Stadt Medina. Sie ist bei den Verbrauchern wegen ihres Geschmacks nach «Milchkaffee» mit einem Hauch von Honigaroma sehr beliebt. Diese Dattel hat eine butterartige Konsistenz und eine glatte Schale, die sich angenehm essen lässt. Zudem zeichnet sie sich durch eine gewisse Knusprigkeit aus. Ihr Geschmack unterscheidet sich deutlich von dem der braunen Datteln. Man erkennt sie an ihrer hellen Schale, ihrer kleinen runden oder ovalen Form sowie an ihrem runzligen Aussehen. Sie ist die am häufigsten verzehrte Dattel auf der Arabischen Halbinsel.

Nur, dass die bahri ist auf dem Markt selten zu finden. Das liegt an ihrer extrem kurzen Erntezeit. Tatsächlich wird sie jedes Jahr ausschließlich im September sowie Anfang Oktober geerntet. Es handelt sich um eine wenig süße Dattelsorte, die im Gegensatz zu anderen bereits in einem frühen Reifestadium genossen werden kann. In diesem Stadium ist sie noch gelb. Tatsächlich weist sie eine doppelte Färbung auf – gelb und bräunlich –, die manchmal ineinander übergeht.

Die ‘Ajwa

Die ‘Ajwa ist eine Dattelsorte, die aus der Stadt Medina stammt. Unser Online-Shop bietet sie zum Verkauf an und lässt sich davon inspirieren, um eine marokkanischer Brotaufstrich von hoher Qualität. Durch ihre stark schwarz gefärbte Schale hebt sie sich von den braunen Datteln ab. Sie hat eine konische Form und enthält wenig Wasser, da ihr Wassergehalt nur 20 % beträgt. Die Dattel kann bis zu 4 Zentimeter groß werden, ajwa Sie hat eine feine Textur und sieht aus wie eine zerknitterte getrocknete Frucht. Ein großer Vorteil ist, dass sie auch von Menschen mit Diabetes verzehrt werden kann. Tatsächlich macht ihre Zusammensetzung aus Monosacchariden und Kohlenhydraten sie zu einer wenig süßen Dattel. Geschmacklich sind sich manche einig, dass sie eine Ähnlichkeit mit Karamell oder Lakritz aufweist.

Die Sukkari

Es handelt sich um eine eher kleine, bräunlich aussehende Dattel, deren Hauptmerkmal ihre extreme Süße ist. Ihr Kohlenhydratgehalt ist für manche Verbraucher der wichtigste Grund, sie zu schätzen. Sie wächst in Saudi-Arabien, in der Region Qassim, zwischen den Städten Medina und Riad. 

Eine weitere Besonderheit dieser Sorte ist, dass sie beim Kochen nicht zerfällt. Diese frische Dattelsorte wird gerne für die Zubereitung von Süßspeisen wie Smoothies und Kuchen verwendet. Außerdem wird sie zur Herstellung von Dattelpaste genutzt. Insgesamt machen ihr fruchtiger Geschmack mit Karamellnoten sowie ihre weiche Konsistenz sie zu einer auf dem Markt sehr beliebten Dattel. Sie ist die exotische Frucht, die während des Ramadan weit verbreitet ist. Man schätzt sie besonders für die Zubereitung von Fastenbrechen.

Die Safawi

Es handelt sich erneut um eine Dattelsorte aus Medina und Umgebung. Die Safawi zeichnet sich durch ihre sehr große Größe aus, auch wenn man sie ebenfalls in mittlerer Größe findet. Wie bei der Ajwa gibt es Datteln dieser Sorte, die sehr schwarz, aber auch nur stark dunkel gefärbt sind. Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind ihre Seiten, von denen einige durchscheinend sind, sowie ihr leicht runzliges Aussehen. Diese Dattel ist mäßig süß und erinnert beim Verzehr an halbweiches Karamell. 

Um ihren Geschmack zu beschreiben, könnte man sie mit Ahornsirup.

Letztendlich gibt es eine große Vielfalt an Dattelsorten. Wir haben uns daher entschlossen, Ihnen in diesem Artikel die bekanntesten Sorten vorzustellen. So können Sie sich ein genaues Bild machen, das Sie vielleicht dazu anregt, in Fachgeschäften welche zu kaufen.